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Domrundhaus mit Marion Eschenbach und Bernardo Weinberg

Domrundhaus-Tour-in-Moskau

Tag zwei der Moskau-Tour: Mega spannend und sehr detailreich …

Der zweite Tag unserer Reise stand ganz im Zeichen der Live-Besichtigung verschiedenster Domrundhäuser rund um Moskau. Unsere Gastgeber Denis und Yaroslav standen uns von früh morgens bis spät abends als Guides und kompetente Gesprächspartner mit Freude und bewundernswerter Ausdauer zur Verfügung.

Als erstes konnten wir rund 100 km außerhalb von Moskau einen Sky 10.5 (Durchmesser 10,5 m; entspricht einer Bruttowohnfläche von ca. 125 m²) besichtigen.

Der erste Eindruck war so wie wir es uns vorgestellt hatten: phantastisch!

Schon von außen betrachtet sehr behaglich, in seiner Form absolut stimmig, ohne wuchtig zu erscheinen überraschte der Wohnbereich lichtdurchflutet hell, sehr großzügig – ohne das Gefühl sich darin zu verlieren. Vor drei Wochen fertiggestellt, war das neue Haus durch den ‚Häuslebauer‘, einen Moskauer Opernsänger, noch nicht wirklich bezogen, sondern lediglich provisorisch mit ein paar Sitzgelegenheiten ausgestattet. Derzeit nicht beheizt bestand eine sehr behagliche Raumatmosphäre bedingt durch die runden Formen und den dominanten Baustoff Holz. Durch die teiloffene Kuppel bekam man das Gefühl, wirklich befreit atmen und den Geist fliegen lassen zu können!

Unsere Gastgeber hatten den Termin genutzt, um mit zwei Bau-Interessenten eine Besichtigung durchzuführen. So wurden wir bei einer kleinen Musikprobe unverhofft Zeuge der unglaublich tollen Akustik in diesem Haus.

Durch die spartanische Einrichtung war es uns möglich, bis in alle Ecken im Detail genau hinzuschauen. Interessant waren für uns hier Verarbeitung, Rand- und Wandanschlüsse, Holzverbindungen, Fenstereinbauten etc. Am Ende waren wir sehr angetan von der soliden handwerklichen Qualität, die wir hier zu sehen bekamen.

Nächste Station war der als erstes von der Firma Skydome erbaute und nunmehr seit knapp 3 Jahren als Datscha bewohnte Skydome.

Dieser Sky 9.0 (Durchmesser 9,0 m; entspricht einer Bruttowohnfläche von ca. 80-85 m²) bot schon von außen gesehen ein sehr lebendiges Bild. An der Wetterseite war der natürliche Vergrauungsprozess der Lärchenschindeln bereits weiter fortgeschritten als an der gegenüber liegenden Seite. Durch die runde Hausform bedingt gibt es natürlicherweise keine Hausecken und -kanten, die die Wand-, bzw. Dachflächen voneinander abgrenzen. So gefallen farblich fließende Übergänge sowohl von Vorder- zur Rückseite als auch von oben nach unten, die das ganze Haus nahezu wie ein lebendiges Wesen erscheinen lassen. Ein sehr interessanter und schöner Aspekt, der uns positiv überrascht hat.

Ganz nach sprichwörtlich russischer Manier wurden wir bereits von der Gastgeberin – einer Ärztin, die beruflich viel in der Welt unterwegs ist – von einem mit Kaffee, Tee, Kuchen und süßen Leckereien liebevoll gedeckten Tisch empfangen. Obwohl sie selbst erst eine Stunde vorher, nach monatiger Winter-Abwesenheit, ein Feuer im Kaminofen gemacht hatte, war das Haus behaglich warm und heimelig. Passend zur gemütlichen Atmosphäre des gesamten Hauses waren die Innenräume sehr geschmackvoll eingerichtet. Nach einem Rundgang durch alle Räume folgten wir gerne der Einladung, uns am gedeckten Tisch niederzulassen und bei netten Gesprächen die Wohlfühl-Atmosphäre dieses tollen Hauses noch eine Weile zu genießen.

Der herzlichen Verabschiedung folgte eine fast zweistündige Fahrt zum nächsten Domrundhaus, einem Sky 10.5.

Was uns überraschte: selbst am späten Samstagnachmittag arbeiteten die Mitarbeiter noch fleißig auf der Baustelle. Wie angekündigt, befand sich dieses Haus im Rohbau, was für uns natürlich besonders spannend war! Hier konnten wir speziell in die Konstruktions- und Wandaufbauten hinein schauen. Bei sehr viel Fachsimpelei bekamen wir so ein sehr eindrückliches Bild von den Produktionsprozessen bezüglich der im Werk vorgefertigten Bauteile sowie den folgenden Abläufen und handwerklichen Arbeiten auf der Baustelle. Auch die Anbringung der dreilagigen Holzschindeleindeckung als Außenhaut wurde uns vor Ort demonstriert.

Der hier angetroffene Skydome 10.5 wird als Empfangsgebäude mit Shop für ein Pfadfindercamp dienen, das derzeit in der Gesamtanlage aufwändig renoviert und erneuert wird. Im bereits modernisierten Restaurant des Camps ließen wir dann mit unseren beiden Guides und Gastgebern am offenen Kaminfeuer den Tag bei leckeren russischen Spezialitäten ausklingen.

Über weitere Eindrücke von Moskau und der Entwicklung der geschäftlichen Beziehungen zu unseren russischen Freunden werden wir in den nächsten Tagen berichten.

 

Krone im Skydome                        Willkommen bei Skydome Deutschland